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Uveitis


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Der Begriff Uveitis umfasst eine Gruppe von entzündlichen Augenerkrankungen, die unterschiedliche Ursachen haben kann. 

Welche unterschiedlichen Formen der Uveitis gibt es?

Bei einer Uveitis ist immer die „Uvea“ entzündet. Diese umfasst unterschiedliche Bereiche des Auges, die jeweils aneinander angrenzen: Die Regenbogenhaut, den Ziliarkörper und die Aderhaut. In manchen Fällen kann auch der Glaskörper betroffen sein. Die unterschiedlichen Formen der Uveitis werden dabei je nach Betroffenheit der Bereiche unterteilt. Bei der Anterior Uveitis etwa ist der vordere Teil des Auges entzündet, also Iris und Ziliarkörper. Bei der Posterior Uveitis hingegen ist die Aderhaut, also der hintere Bereich des Auges, betroffen. Die Uveitis Intermedia wiederum betrifft den mittleren Teil der Uvea und damit auch den Glaskörper. Außerdem gibt es noch die Panuveitis, bei der alle Teile des Auges entzündet sind. 

Welche Ursachen kann eine Uveitis haben?

Eine Uveitis kann unterschiedliche Ursachen haben. Oft geht Sie auf eine Infektion, eine Autoimmunerkrankung oder Erkrankung des rheumatischen Formenkreises zurück.

Durch welche Symptome zeigt sich eine Uveitis?

Bei den Symptomen der Uveitis kommt es darauf an, welcher Teil der Uvea betroffen ist. Während die Anterior Uveitis mit Augenschmerzen, Blendempfindlichkeit und geröteter Bindehaut einhergeht, verläuft die posteriore Uveitis zunächst symptomlos. Bei Fortschreiten der Entzündung führt sie jedoch zu einer Trübung des Glaskörpers und damit zu einer Verschlechterung des Sehvermögens. Die Uveitis Intermedia entwickelt sich ebenfalls oft unbemerkt, da die beteiligten Teile des Auges nicht zum Sehen benötigt werden. In manchen Fällen schildern Patienten jedoch eine Art „Schlieren-Sehen“. Da die Panuveitis eine Entzündung aller Bereiche der Uvea umfasst, treten dabei oftmals alle der bereits geschilderten Symptome gleichzeitig auf. 

Wie wird eine Uveitis diagnostiziert?

Die Uveitis wird durch eine klinische Untersuchung diagnostiziert. Während eine anteriore Uveitis oftmals bereits durch die typische Anamnese vermutet werden kann, sind andere Uveitisformen manchmal subtiler in ihrer Ausprägung und bedürfen einer gründlichen klinischen Untersuchung (gegebenenfalls mit ergänzenden bildgebenden Verfahren, wie einer Fluoreszenzangiographie). 

Wie lässt sich eine Uveitis behandeln?

Die Behandlungsintensität hängt vom Schweregrad ab. In der Regel sind Behandlungsmittel der ersten Wahl in der akut entzündlichen Situation zunächst cortisonhaltige Augentropfen oder Tabletten, um die Entzündung hemmen. Ob diese Behandlungsart erfolgreich war, muss der behandelnde Arzt während der Anwendungszeit überprüfen. Bei starker Lichtempfindlichkeit und Schmerzen, wird ggf. auch eine medikamentöse Weitstellung der Pupille durchgeführt. Dies ermöglicht eine Entspannung des Ziliarkörpers und damit auch einen Rückgang der Schmerzen. Darüber hinaus verhindert diese Behandlungsweise, dass die Iris mit der Linse verklebt (sog. “Synechien”). Wird das Auge mit kortisonhaltigen Medikamenten behandelt, muss der Augenarzt außerdem regelmäßig den Augendruck und den Zustand der Augenlinse kontrollieren, da die Anwendung je nach Dauer zu Veränderungen führen kann. In sehr schweren Fällen kann auch eine Operation und Entnahme des Glaskörpers notwendig werden. 


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