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Grüner Star (Glaukom)


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Glaukom – Mehr als ein Augenleiden

Unter dem sogenannten „grünen Star“ versteht man eine Gruppe von Erkrankungen, die über den Verlauf von Monaten und Jahren mit einer Schädigung des Sehnervs zu einer dauerhaften Sehminderung führen können.

Hinter dem Begriff des „Glaukoms“ verstecken sich mehrere unterschiedliche Erkrankungen, deren gemeinsame letzte Konsequenz der Verlust von Sehnervenfasern ist und in Folge dessen zu Sehschärfeminderung und Gesichtsfeldausfällen bishin zur Erblindung führen kann. Heutzutage stehen differenzierte Behandlungsmöglichkeiten zu den verschiedenen Glaukomformen zur Verfügung. Beginnend über die medikamentöse Therapie (z.B. Augentropfen), über verschiedene Lasereingriffe zur Senkung des Augeninnendrucks oder zur Verbesserung der Zirkulation des Augenwassers, bis hin zu invasiv-operativen Verfahren bieten wir Ihnen in der Augenpraxisklinik Heidelberg die Bandbreite der modernen Glaukomtherapie an.





Tückische Diagnose

Nicht alle Formen des Glaukoms gehen zwingend mit einer Erhöhung des sogenannten Augeninnendrucks einher. Und im Gegenzug muss eine Erhöhung des Augeninnendrucks über das statistische normale Maß in der allgemeinen Bevölkerung hinaus, nicht zwingend in einer Glaukomerkrankung münden. Daher ist eine alleinige Messung des Augeninnendrucks, wie Sie beispielsweise auch in Optikerläden mittlerweile angeboten wird, nicht ausreichend um den Verdacht auf eine Glaukomerkrankung zu bestätigen oder zu verwerfen. Es gehört auch immer eine Untersuchung der vorderen und hinteren Augenabschnitte dazu, insbesondere mit Blick auf den Zustand des Sehnervenkopfes, der sogenannten Papille.

Die Symptome können jeweils an einem oder auch an beiden Augen auftreten. Beispiele dafür sind:

  • Bogenförmige Einengung des Sehfelds
  • Abnahme der Sehkraft
  • Orientierungsprobleme

Volkskrankheit Glaukom

Während ein akuter sogenannter „Glaukomanfall“ mit stärksten Schmerzen und einer akuten Sehminderung auffällig wird, muss ein chronisches Glaukom tückischwerweise keine Beschwerden hervorrufen. In vielen Fällen verläuft es über Jahre hinweg unbemerkt, schädigt so die Strukturen des Auges und führt zum Verlust von Nervenzellen am Sehnerv. Auch in einem Industrieland wie Deutschland mit, im internationalen Vergleich, exzellenter medizinischer Intrastruktur und ärztlicher Versorgung, entdecken noch immer viele Patienten erst in späten Stadien ihre Glaukomerkrankung und haben zu diesem Zeitpunkt bereits nicht wieder rückgängig zu machende Schäden (beispielsweise an ihrem Gesichtsfeld) erlitten. Die Häufigkeit des Glaukoms nimmt im Alter zu, es wird geschätzt, dass ab dem 65. Lebensjahr zwischen zwei und vier Prozent der Bevölkerung an einem Glaukom leidet, wobei ein Zehntel dieser Patienten schwerste Einschränkungen des Sehvermögens bis hin zur Erblindung erleidet. Somit ist das Glaukom eine Volkskrankheit. Alleine in Deutschland treten jährlich bei ca. 1000 Menschen neue Erblindungen als Folgen eines Glaukoms auf. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie oder ein Angehöriger an einem Glaukom erkrankt sein könnten, wenden Sie sich bitte an Ihren Augenarzt.

Anbei finden Sie die Stellungnahme des Berufsverbandes der Augenärzte (BVA) zum Stellenwert der Glaukomvorsorgeuntersuchung.


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