Glaskörperinjektion (IVOM)


Glaskörperinjektion (IVOM): Gezielte Medikamenteneingabe in den Glaskörper

Bei der Glaskörperinjektion (IVOM) werden unter Betäubung des Auges Medikamente direkt in den Glaskörper gespritzt, um Makulaerkrankungen behandeln zu können. Denn auf diese Weise gelangen die Medikamente direkt, d.h. ohne Umwege und Wirkverlust, an ihren Wirkort: die Netzhautmitte (Makula). Das ist der eindeutige Vorteil dieser Behandlungsmethode im Vergleich zu Medikamenten in Tablettenform, die erst einmal ins Verdauungssystem gelangen müssen. Die Glaskörperinjektion wird auch als IVOM (Intravitreale operative Medikamenteneingabe) bezeichnet.

Die IVOMs sind seit 2007 in Deutschland etabliert und der Goldstandard – also die bewährteste und beste Lösung – bei der Therapie unterschiedlicher Makulaerkrankungen. Dazu gehören u.a. die Exsudative (feuchte) altersabhängige Makuladegeneration (AMD), das Diabetische Makulaödem sowie das Makulaödem bei venösen Verschlüssen oder das Makulaödem bei myopen Veränderungen (durch Kurzsichtigkeit bedingt). Wirksame Alternativen wie etwa lokale Tropfen ins Auge gibt es bei diesen Erkrankungen nicht.

Die Behandlungsdauer beträgt bei der IVOM nur wenige Sekunden. Der Patient liegt dabei auf einer weichen Liege im OP und wird von den Kollegen der Anästhesie betreut. Das Auge wird im Vorfeld mehrfach mit Augentropfen betäubt und desinfiziert. Sorgfalt und sterile Bedingungen sind hier von höchster Priorität.

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