Terminvereinbarung:+49 6221 9765-0
Verwaltung:+49 6221 9765-95
Refraktivberatung:+49 6221 9765-0

Diabetisches Makulaödem


Scroll

Diabetisches Makulaödem

Alle Menschen mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankung) sind gefährdet, auch eine diabetische Netzhauterkrankung und/oder Erkrankungen des Sehzentrums zu entwickeln. Ursache ist eine Schädigung der kleinen Blutgefäße des Auges durch den Diabetes. Jedoch können auch andere Systeme des menschlichen Körpers wie Niere, Herz und Nerven geschädigt werden. Die Retinopathie entwickelt sich schleichend und zunächst häufig symptomfrei. Wenn Symtome auftreten, liegen häufig schon fortgeschrittene Stadien der Netzhauterkrankung vor.

Daher sollten sich alle Diabetiker mindestens einmal j√§hrlich augen√§rztlich untersuchen lassen. Im Rahmen dieser Untersuchung sollte auch die Pupille erweitert werden, um den Augenhintergrund und die Netzhaut im gesamten richtig beurteilen zu k√∂nnen. Zus√§tzliche Untersuchungen wie OCT (optische Coh√§renztomographie) oder FAG (Fluoresceinangiographie) und andere √úberpr√ľfungen k√∂nnen individuell zur Diagnose oder Verlaufsbeobachtung n√∂tig werden.

Liegen fortgeschrittene Retinopathiestadien vor oder ist die Makula betroffen werden meist häufigere Kontrollen empfohlen und individuell festgelegt.

Man unterscheidet zwei Ausprägungsformen der diabetischen Retinopathie, die jeweils noch weiter unterteilt werden können:



Die nicht proliferative diabetische Retinopathie (NPDR)

Die NPDR ist weniger schwerwiegend als die PDR und wird in der Regel nur kontrolliert. Liegt eine schwere Verlaufsform der NPDR mit Nachweis von gro√üen mangeldurchbluteten Arealen vor kann gelegentlich eine fr√ľhe panretinale Laserkoagulation erforderlich werden.




Die proliferative diabetische Retinopathie (PDR)

Die PDR zeichnet sich dadurch aus, dass sich in Folge der Mangelversorgung des Auges durch die Gef√§√üsch√§digungen neue, jedoch krankhafte, Blutgef√§√üe im Augeninneren ausbilden. Wird dieser Prozess nicht gestoppt besteht die Gefahr von Glask√∂rperblutungen, Netzhautabl√∂sung und Augendruckerh√∂hung, welche (unbehandelt) bis zur Erblindung f√ľhren k√∂nnen. Therapie der Wahl ist die panretinale (fl√§chige) Laserkoagulation der √§u√üeren Netzhautbezirke. In komplizierten Verl√§ufen k√∂nnen operative Ma√ünahmen wie die Pars-plana-Vitrektomie (PPV) n√∂tig werden.


Die Makula (Netzhautmitte) kann ebenso wie die √ľbrige Netzhaut durch den Diabetes gesch√§digt werden. Eine Behandlungsbed√ľrftigkeit entsteht in der Regel, wenn es zu einer Schwellung im Sehzentrum kommt (diabetisches Makula√∂dem).

Die Makula wird anatomisch und funktionell vom Rest der Netzhaut unterschieden. Ebenso unterscheiden sich sowohl die Symptome des diabetischen Makulaerkrankung wie auch die diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen von denen der diabetischen Netzhauterkrankung.

Typische Behandlungsformen beim diabetischen Makulaödem sind die Einbringung von Medikamenten in der Glaskörperraum (intravitreale operative Medikamenteneingabe = IVOM) und die fokale (gezielte) Laserkoagulation der zentralen Netzhaut.


Was kann ich tun, um mein Risiko f√ľr ein Fortschreiten der diabetischen Retinopathie und Makulopathie zu senken?

  • Gute, gleichm√§√üige Stoffwechself√ľhrung ohne Unterzuckerungsphasen. HbA1c (Blutzucker-Langzeitwert) optimieren.
  • Gute Blutdruckeinstellung.
  • Kontrolle der Blutfette.
  • Absolutes Nikotinverbot beachten!

Weitere Erkrankungen der Makula sind:

  • Altersabh√§ngiges Makula√∂dem
  • Makula√∂dem bei Venenverschl√ľssen
  • Makula√∂dem anderer Ursachen
  • Makulaloch (Makulaforamen)
  • Epirentiale Membranbildung
  • Vitreomakul√§res Tranktionssyndrom

nach oben

Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie die Website und ihre Angebote nutzen und weiter navigieren, akzeptieren Sie diese Cookies. Dies können Sie in Ihren Browsereinstellungen ändern.

» Akzeptieren » Datenschutz