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SLT (Selektive Laser Trabekuloplastik)


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Die Selektive Laser Trabekuloplastik (SLT) ist eine Lasermaßnahme zur Behandlung des Grünen Stars. Sie gilt als besonders schonend, risikoarm und kann bei Bedarf mehrfach wiederholt werden.

Wie funktioniert die SLT?

Bei der SLT wird das Auge mit intensiven Laserimpulsen bestrahlt. Selektiv ist das Verfahren vor allem, da hier ausschließlich die melaninhaltigen Pigmentzellen des Trabekelwerkes behandelt werden. Die SLT ermöglicht somit eine effektive und schonende Senkung des Augeninnendrucks, in Studien konnte eine Augeninnendrucksenkung um ca. 20 % erreicht werden. Erzielt wird dieser Effekt dabei vor allem durch die Verbesserung des Augeninnenwasserabflusses.

Wer wird in der Regel mithilfe von SLT behandelt?

Die SLT wird auf Anraten des Arztes vor allem bei sogenannten „Offenwinkelglaukomen“ eingesetzt. Bei dieser Art des Glaukoms ist das Drainagesystem im vorderen Teil des Auges offen. Außerdem ist die Selektive Laser Trabekuloplastik eine sehr gute Alternative für Glaukom-Patienten, bei denen eine Unverträglichkeit auf Augentropfen besteht. Darüber hinaus kann SLT auch strategisch zur Unterstützung oder Ablösung einer bestehenden medikamentösen Behandlung eingesetzt werden.

Welche Vorteile hat eine SLT?

Der prominenteste Vorteil der SLT ist ihr selektiver Charakter: Nur die pigmenthaltigen Zellen des Trabkelewerks werden bestrahlt. Auf diese Weise kann eine etwaige Beschädigung des umliegenden Zellgewebes effektiv verhindert werden. Somit ist die SLT extrem risikoarm und oft wiederholbar. Dabei hat sie kaum Nebenwirkungen und erfolgt für den Patienten völlig schmerzfrei und ambulant. In der Regel nimmt die Behandlungsdauer auch nur wenige Minuten in Anspruch.

Welche Risiken können bei einer SLT auftreten?

Im Gegensatz zu anderen Verfahren ist die SLT extrem risikoarm. Die einzige Nebenwirkung des ambulanten Eingriffs ist eine etwaige postoperative Entzündung des Auges. Dabei sind Beschwerden und Verlauf in der Regel jedoch sehr mild und können mit antientzündlichen Augentropfen oder einem oral verabreichten Medikament sehr leicht behandelt werden. Direkt nach dem Eingriff kann es außerdem bei einer geringen Anzahl von Patienten zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks kommen. Diese kann jedoch effektiv durch Glaukommedikamente behandelt werden, weshalb sie meist nach Ablauf von 24 Stunden verschwindet.

Welche Laseralternativen gibt es bei der SLT?

Traditionell wird das Glaukom medikamentös (im Regelfall mit Augentropfen) behandelt. Entscheidet sich der behandelnde Arzt jedoch für eine Laserbestrahlung, handelt es sich dabei manchmal auch um eine sogenannte „Argonlasertherapie“ (ALT). Diese kann ebenfalls sehr gute Ergebnisse erzielen. Im Gegensatz zur SLT ist sie jedoch nicht unbegrenzt wiederholbar. Grund dafür ist, dass die Bestrahlung mit dem Argonlaser nicht selektiv erfolgt. Dies kann im Einzelfall zu einer hitzebedingten Schädigung des umliegenden Zellgewebes führen, so dass eine ALT nicht beliebig oft wiederholbar ist.


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