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Akkommodation


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Akkomodation bedeutet, dass die Augenlinse ihre Brechkraft verändert, um Gegenstände aus unterschiedlichen Entfernungen scharf zu stellen. Die Linse ist elastisch und kann ihren Krümmungsradius so anpassen, dass die Lichtstrahlen auf der Netzhaut fokussiert werden. Denn scharf sehen kann man nur, wenn das Licht auf der Netzhaut gebündelt wird. Von der Netzhaut aus werden die Informationen über den Sehnerven ans Gehirn gesendet und dort zu einem Bild verarbeitet.

Wie funktioniert die Akkommodation?

Im vorderen inneren Bereich des Augapfels hinter der Iris sitzt der kreisförmige Ziliarmuskel. In dessen Zentrum ist über die sogenannten Zonulafasern die Linse aufgehängt. Wenn der Ziliarmuskel erschlafft, wird er weit und zieht über die Zonulafasern die Linse in eine abgeflachte Form. Kontrahiert der Ziliarmuskel, erschlaffen die Zonulafasern und die Linse zieht sich kugelförmiger zusammen. Damit können Nah- und Fernsicht stufenlos eingestellt werden. Wird die Linse kugelförmiger, nimmt ihre Brechkraft zu. Das heißt, die einfallenden Lichtstrahlen werden stärker abgelenkt. So können nahe Gegenstände scharf abgebildet werden. Die Lichtstrahlen von einem weit entfernten Gegenstand verlaufen nahezu achsparallel auf das Auge zu und müssen nur noch wenig in der Richtung abgelenkt werden, um auf einen bestimmten Punkt der Netzhaut zu gelangen. Deshalb benötigt die Linse zur Fernsicht weniger Brechkraft und wird flach eingestellt.

Was versteht man unter Akkommodationsbreite?

Die Spanne zwischen der maximal flachen und maximal kugelförmigen Linse heißt Akkommodationsbreite. Sie liegt bei jungen Menschen bei ungefähr 15 Dioptrien und nimmt im Alter ab. Fünfzehn Dioptrien Unterschied ist eine große Leistung. Schon drei Dioptrien liegen zwischen scharfem Sehen und der Unfähigkeit, ohne Brille Auto zu fahren. Die Umstellung von Nah- auf Fernsicht und andersherum dauert ungefähr eine Sekunde. Zusätzlich werden bei der Nahsicht die Pupillen verkleinert und die Blickachse der Augäpfel mehr nach innen verschoben. Bei der Fernsicht ist es umgekehrt.

Inwiefern kann die Akkommodation gestört werden?

Die bekannteste Störung der Akkommodation ist die Altersweitsichtigkeit. Die Elastizität der Linse nimmt im Alter ab, sodass sie sich nicht mehr so gut in eine kugelförmigere Form ändern kann. Dadurch verringert sich die Brechkraft und nahe Gegenstände können nicht mehr problemlos ohne Hilfsmittel (wie beispielsweise eine Lesebrille) scharf gesehen werden.


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