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i-Stent


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Nicht alle Patienten können durch eine medikamentöse Therapie eine ausreichend befriedigende Druckregulation erreichen. Als neue Therapiealternative kommen dann Lasermaßnahmen oder invasive Maßnahmen in Frage. Das i-Stent ist ein sogenanntes „Mikroimplantat“. Es wird direkt ins Auge eingesetzt und dient der effektiven Senkung des Augeninnendrucks bei Glaukom-Patienten.

Wie funktioniert ein i-Stent?

Das i-Stent gilt als kleinstes Implantat der Welt. Es dient der sicheren und effektiven Senkung des Augeninnendrucks bei Patienten, die unter Grünem Star (Glaukom) leiden. Das Implantat dient dabei einer besseren Ableitung des Kammerwassers im Auge, womit der Druck maßgeblich verringert werden kann. Der einzigartige Mechanismus des i-Stent leitet das Kammerwasser in den natürlichen Abflusskanal des Auges. Ein unangenehmes Fremdkörpergefühl oder eine aufwändige Operation sind dabei jedoch nicht zu befürchten: Das i-Stent ist lediglich 1 Millimeter lang, 0.33 Millimeter hoch und nur 60 Mikrogramm schwer. Implantiert wird es durch einen winzig kleinen Schnitt am Hornhautrand des Patienten. Das Implantat fungiert dann wie eine Art künstliche Verbindung zwischen dem vorderen Bereich des Auges und dem tiefer liegenden Abflussweg des Augenwassers (dem sogenannten „Schlemm-Kanal“).

Welche Augenerkrankungen werden mit einem i-Stent behandelt?

Der i-Stent wurde spezifisch für die Behandlung des Graukoms entwickelt. Besonders geeignet ist das Mikroimplantat dabei für Patienten, die unter einem primären Weitwinkelglaukom, einem Pseudoexfoliationsglaukom oder einem Pigmentglaukom leiden und deren Augeninnendrucklage durch die medikamentöse Therapie nicht, oder nicht ausreichend reguliert werden kann.

Wann wird ein i-Stent eingesetzt?

Das i-Stent wird vor allem bei Patienten eingesetzt, bei denen eine medikamentöse Behandlung des Glaukoms zu viele Nebenwirkungen erzeugt (z.B. allergische Reaktionen), die Tropftherapie aus anderen Gründen nicht regelmässig und sicher appliziert werden kann,  oder keine ausreichende Wirkung erzielt wurde. Darüber hinaus kann das i-Stent aber auch implantiert werden, wenn Patienten bereits mit Glaukom-Arzneien und konventionellen Glaukomoperationen behandelt wurden und sich keine – oder nur unzureichende – Erfolge eingestellt haben.

Welche Vorteile hat ein i-Stent?

Obwohl es sich um ein Implantat handelt, ist das i-Stent minimalinvasiv. Durch seine kleine Größe kann es schon in einer sehr kurzen Operation mit wenigen Schnitten eingesetzt werden. Insbesondere bei älteren Patienten, deren Glaukom schon lange medikamentös behandelt wird, kann das i-Stent helfen, eine Medikamentenbelastung zu reduzieren oder -gelegentlich-  vollständig einzustellen. Seit seiner Entwicklung wurde das i-Stent schon sehr oft implantiert, sodass sowohl seine Effektivität bezüglich der Drucksenkung als auch sein Sicherheitsprofil sehr gut erforscht sind. Ein weiterer Vorteil des i-Stent ist es, dass für die Implantation keine Schnitte in der Bindehaut notwendig sind. Der Eingriff hinterlässt somit kein Fremdkörpergefühl und kann sogar mit einer gleichzeitigen Operation des grauen Stars kombiniert werden. Da Glaukome sich im Laufe des Alters fast immer erheblich verschlechtern, kann der frühzeitige Einsatz eines i-Stent den Zeitraum zwischen medikamentöser Therapie und einem invasiveren Eingriff oftmals signifikant verlängern.


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