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Blepharochalasis


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Die Blepharochalasis bezeichnet eine Fehlstellung des Augenlids, welche durch Erschlaffung der Lidhaut und herabhängende Haut charakterisiert wird. Sie betrifft im Regelfall ältere Personen, in angeborenen Fällen auch jüngere Menschen.

Welche Ursachen hat Blepharochalasis?

Patienten mit Blepharochalasis leiden oftmals unter Ödemen im Lidbereich. Diese sind zwar in der Regel schmerzfrei, führen jedoch zu unangenehmen und oftmals auch lang anhaltenden Schwellungen. Meistens sind die Oberlider betroffen, wobei die Schwellungen auf beiden Augen auftreten können. In vielen Fällen kommt es zu einem konstanten Wechsel zwischen Schwellung und Heilung. Viele Patienten berichten dabei, dass die Ödeme insbesondere in Jugend und frühem Erwachsenenalter auftreten. Die Auslöser der Schwellungen sind allerdings bisher nicht bekannt. Meist liegt weder eine Entzündung noch eine andere Augenerkrankung vor. Manche Patienten berichten allerdings, dass emotionaler oder körperlicher Stress zu einer Intensivierung der Schwellungen und ihrer Häufigkeit führen kann.

Durch welche Symptome zeigt sich Blepharochalasis?

Die Blepharochalasis äußert sich vor allem durch immer wieder auftretende Schwellungen der Lider. Betroffene leiden also oftmals unter hängenden Oberlidern (sogenannten Schlupflidern), was in einem abgeschlagenen und ermüdeten Gesichtsausdruck resultiert. Außerdem wird die angegriffene Lidhaut mit der Zeit auch sichtbar dünner und faltiger. Da es Patienten durch die Schwellungen und die hängenden Lider häufig insbesondere im Tagesverlauf schwerer fällt, die Augen zu öffnen bzw. offen zu halten, kann es im Einzelfall auch zu Kopfschmerzen oder Verspannungen im Gesichtsbereich kommen. In fortgeschrittenen Fällen kann die Lidhaut so stark erschlaffen, dass es einer Einschränkung des Gesichtsfeldes kommen kann.

Wie wird Blepharochalasis diagnostiziert?

Die Blepharochalasis wird wie alle Augenkrankheiten im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung diagnostiziert. Dabei ist insbesondere die Differenzialdiagnose zur Ptosis für das weitere Vorgehen relevant. Hierfür wird der behandelnde Arzt die Stellung der Lidkante genau untersuchen. Anders als bei der Blepharochalasis sind bei der Ptosis nämlich nicht Ödeme, sondern eine Beeinträchtigung der Muskulatur Grund für die herabhängenden Lider. Überprüft wird dabei also vor allem, ob der Lidrand normal positioniert ist oder ob es in diesem Bereich auffällige Asymmetrien gibt. Darüber hinaus kann auch eine Gesichtsfeldmessung vorgenommen werden, um Gesichtsfeldausfälle erkennen und einordnen zu können.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Blepharochalasis?

Je nach Schweregrad der Blepharochalasis müssen die herabhängenden Augenlider durch einen operativen Eingriff gestrafft werden. Eine solche Augenlidstraffung oder Blepharoplastik soll dabei einerseits das Sichtfeld verbessern, andererseits aber auch die übermäßige Faltenbildung korrigieren. Bei der Operation handelt es sich im Regelfall um einen in lokaler Betäubung durchführbaren Eingriff.


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